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Vermögensentwicklung fortschreiben: mehr als der Kontostand

Das Girokonto zeigt Liquidität, nicht Vermögen. Wie das Gesamtbild Nettovermögen, Restschuld und monatliche Ströme über 10, 20 oder 30 Jahre fortschreibt.

Veröffentlicht von Adrian Vogel · Lesedauer: ca. 8 Minuten · Stand: September 2026

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Wenn du wissen willst, wie es um dein Vermögen steht, schaust du wahrscheinlich aufs Konto. Verständlich, und trotzdem der falsche Ort. Das Girokonto zeigt Liquidität, nicht Vermögen. Es zeigt nicht, was dein Haus wert ist, wie viel Restschuld darauf liegt, was die Sammlung im Schrank bedeutet oder wie viel von deiner monatlichen Rate Tilgung ist und wie viel Zins.

Statt das lange zu beschreiben, hier zuerst das Ergebnis, und zwar nicht als Screenshot, sondern als das Modul selbst. Was folgt, ist das echte Gesamtbild aus OWNAMIC, gerechnet über einen Beispielhaushalt. Die Regler sind aktiv: Zieh an der Inflation, wechsle den Zeitraum auf 20 oder 30 Jahre, trag ein Vermögensziel ein, klapp die Details auf. Alle Beispielzahlen im Artikel stammen aus genau dieser Rechnung.

timeline Fortschreibungszeitraum
tune Annahmen & Vermögensziel expand_more
trending_down Inflation
2,0 %
Beträge sind künftige Euro bei 2,0 % Inflation.
trending_up Einkommenswachstum (nominal)
2,0 %
Reales Einkommenswachstum (Einkommen vs. Preise): 0,0 %/Jahr
flag Vermögensziel
Ein Ziel für dein Nettovermögen — sichtbar als gestrichelte Linie, nur im Nettovermögens-Verlauf.
Nettovermögen Bei unveränderten Eingaben wüchse das Nettovermögen in 10 J. um: +363.801 €
0200k400k600k Restschuld0 Tsd. Nettovermögen heute661 Tsd.heute1 Jahr2 Jahre5 Jahre10 Jahre
expand_content Details expand_more
Datengrundlage

Worauf die Fortschreibung tatsächlich beruht. Jede nicht erfasste Art von Eingaben wird als Null gerechnet und macht die Kurve zu optimistisch.

check_circle Einnahmen 5.300 € gesamter Zeitraum
check_circle Fixkosten 2.600 € gesamter Zeitraum
check_circle Variable Kosten 619 € aus 30 Käufen
check_circle Vermögen 417.000 €
check_circle Schulden 2.200 € bis Jahr 5
check_circle Sparpläne 200 € bis Jahr 10
Jahres-Überschuss / -Defizit
Jahr → Jahr 1: −3.756 €1Jahr 2: −3.051 €2Jahr 3: −2.536 €3Jahr 4: −2.011 €4Jahr 5: +1.352 €5Jahr 6: +25.471 €6Jahr 7: +26.029 €7Jahr 8: +26.598 €8Jahr 9: +27.177 €9Jahr 10: +27.969 €10
shopping_cart inkl. variabler Kosten ≈ 619 € / Monatsavings inkl. Sparpläne ≈ 200 € / Monat — umgeschichtet, nicht ausgegeben
NettovermögenRestschuld (Hypothek)WertkorridorÜberschuss Defizit
Nettovermögen heute 297.000 €
Korridor 10 JBei unveränderten Eingaben ergäbe sich:≈ 625–697 Tsd.von – bis, keine Zusage≈ 550.000 € in heutiger Kaufkraft
Kumuliert 10 JBei unveränderten Eingaben ergäbe sich:+123.243 €trending_up Überschuss
Restschuld Hypothek 120.000 € → 0 €0 ab Jahr 5
functions So wird diese Grafik berechnet — alle Formeln expand_more

Alles hier wird deterministisch aus den erfassten Objekten berechnet — keine KI, keine Marktprognosen. Symbole: t = Monat (0 = heute), i = Monatszins, σ = angenommene Standardabweichung, g = angenommene jährliche Wertentwicklung einer Vermögensklasse (0 %, solange du keine setzt).

Nettovermögen heute

Jedes aktive Objekt zählt mit seinem dokumentierten (kaufbelegten) oder KI-geschätzten Wert: Immobilien, Geld und Konten mit ihrem erfassten Kontostand, Finanzanlagen (Wertpapiere, Fonds, Einlagen), digitale Werte (Krypto, Token, Lizenzen), Fahrzeuge, Sammlerstücke und Hausrat. Die Restschuld aller Kredite wird abgezogen. Verbrauchtes — Verbrauchsgüter und Kosmetik — zählt nicht, und eine Sammlung ist ein Behälter, der nur über die enthaltenen Objekte zählt.

Nettovermögen(0) = dokumentierte Werte + geschätzte Werte − Restschuld(0) Vermögensklassen: Immobilie · Geld · Finanzanlagen · digitale Werte · Sammlerstücke · Fahrzeuge · Hausrat
Die Nettovermögens-Linie

Sechs Effekte bewegen die Linie: der Geld-Überschuss oder das Defizit des Monats, die darin getilgte Kreditsumme, der werthaltige Anteil variabler Anschaffungen (ein Auto behält Wiederverkaufswert, Lebensmittel nicht), die Inflationsanpassung der preisgebundenen Objekte (Immobilien, Sammlerstücke), das durch Sparpläne und geplante Käufe/Verkäufe in Vermögensklassen umgeschichtete Geld und — nur wenn du je Klasse einen Satz setzt — die angenommene Wertentwicklung. Geldwerte, Finanzanlagen, digitale Werte, Fahrzeuge und Hausrat bleiben standardmäßig nominal konstant. Eine Sparrate verlässt den Überschuss und kommt als Umschichtung an, beide heben sich auf, die Linie bewegt sich nicht. Die Zahl über dem Diagramm ist genau der Zuwachs dieser Linie über den gewählten Horizont — der kumulierte Überschuss allein ist nur einer der Effekte und steht als eigene Kachel weiter unten.

Nettovermögen(t) = Nettovermögen(0) + kumulierter Überschuss(t) + getilgte Summe(t) + werthaltiger Anteil(t) + Inflationsanpassung(t) + Umschichtungen ins Vermögen(t) + angenommene Wertentwicklung(t)
Jahres-Überschuss / -Defizit (die Balken)

Einkommen minus Ausgaben minus die volle Kreditrate (Zins und Tilgung), etwaige Sondertilgungen und die Raten von Sparplänen und geplanten Käufen; Verkaufserlöse zählen als Zufluss. Ein Jahresbalken ist die Summe seiner 12 Monatssalden. Volle Rate, Sondertilgungen und Sparraten zählen hier alle als Abfluss — die enthaltene Tilgung und das umgeschichtete Geld werden in der Linie oben gutgeschrieben, nie doppelt gezählt.

Monatssaldo = Einkommen − Ausgaben − Kreditrate − Sondertilgung − Sparraten & geplante Käufe + Verkaufserlöse Jahresbalken = Σ der 12 Monatssalden
Wer zahlt, wenn die Balken rot sind?

Ein Defizit wird aus den Geldwerten (Konten, Depot) entnommen: Ihr Bestand sinkt genau um das aufgelaufene Defizit. Das Nettovermögen kann trotzdem steigen, denn der Großteil der Kreditrate sind keine Kosten, sondern Tilgung — Geld, das vom Konto ins Immobilien-Eigenkapital wandert. Nur der Zinsanteil verlässt das Vermögen wirklich. Ein Sparplan funktioniert genauso: Die Rate verlässt das Konto und wird zu dem Wert, den sie gekauft hat.

Geldwerte(t) = Geldwerte(0) + kumulierter Überschuss(t) (der Überschuss ist bereits um Sparraten gekürzt) Δ Nettovermögen im Monat t = Monatssaldo + Tilgung(t) + Umschichtungen(t) = Einkommen − Ausgaben − Zinsen(t)
Kredittilgung (die gestrichelte Linie)

Die Restschuld-Linie folgt einem echten Tilgungsplan: Jeden Monat fallen Zinsen auf den aktuellen Saldo an, der Rest der Rate tilgt. Zusaetzliche Sondertilgungen reduzieren die Restschuld direkt darueber hinaus. Mit sinkendem Saldo schrumpft der Zinsanteil und wächst der Tilgungsanteil. Ohne erfasste Rate wird die Annuität aus den Vertragswerten hergeleitet (n = Laufzeit in Monaten).

i = Jahreszins ÷ 12 Zinsen(t) = Saldo(t−1) × i Tilgung(t) = Rate − Zinsen(t) Saldo(t) = Saldo(t−1) − Tilgung(t) − Sondertilgung(t) Annuitäts-Fallback: Rate = Kreditsumme × i ÷ (1 − (1 + i)^−n)
Der Wertkorridor

Ein ~80-%-Band um die erwartete Linie. KI-geschätzte Werte tragen eine angenommene Unsicherheit von ±25 %, laufende Ausgaben eine angenommene Schwankung von ±15 % pro Monat — mit der Zeit wird das Band breiter.

Korridor(t) = Nettovermögen(t) ± 1,2816 × √(t × σ_Ausgaben² + σ_Schätzwerte²) σ_Schätzwerte = 25 % der KI-Schätzwerte · σ_Ausgaben = 15 % der Monatsausgaben
Vermögensziel

Ein selbst gesetztes Ziel für das Nettovermögen. Es geht nie in die Rechnung ein — die Linie bewegt sich dadurch nicht. Gezeichnet wird es als waagerechte gestrichelte Linie im Nettovermögens-Verlauf, nicht in der Kategorien-Ansicht: dort zeigt die Fläche eine Zusammensetzung, kein Gesamtvermögen. Das Sternchen markiert den Schnittpunkt mit der mittleren Kurve, die senkrechte gestrichelte Linie führt von dort auf die Zeitachse. Die Kachel nennt die Spanne, in der das Ziel erreicht werden könnte: das obere Ende des Unsicherheitskorridors liefert das frühe, das untere Ende das späte Jahr.

Zieljahr = erster Monat mit Kurve(t) ≥ Ziel · Spanne = [oberes Korridorende, unteres Korridorende]
Inflation

Die Grafik zeigt künftige Euro. Preise — laufende Ausgaben und variable Kosten — steigen mit der eingestellten Inflationsrate, ebenso das Einkommen (mit deinem nominalen Einkommenswachstum) und der Wert von Immobilien und Sammlungen. Geldwerte, Finanzanlagen, digitale Werte und der Tilgungsplan sind nominal fixiert und bleiben flach (solange du je Klasse keinen Satz setzt) — deshalb verliert Erspartes still an Kaufkraft, während fixe Schulden leichter werden. Fahrzeuge und Hausrat bleiben ebenfalls flach: Das sind geschätzte Gegenwartswerte ohne hinterlegte Abschreibung, sie hochzuindexieren würde einen Bestand überzeichnen, der real an Wert verliert.

Preisniveau(t) = (1 + Inflation)^(t/12) · heute, realer Wert(t) = nominaler Wert(t) ÷ Preisniveau(t)
Variable Kosten (Verbrauchsgüter, Fahrzeuge, …)

Verbrauchsgüter, Fahrzeuge, Sammlerstücke und Haushaltswaren werden aus Durchschnitten deiner eigenen Käufe über ein kategorienspezifisches Zeitfenster prognostiziert (z. B. 6 Monate für Verbrauchsgüter, 7 Jahre für Fahrzeuge). Der volle Betrag zählt als Ausgabe; bei langlebigen Gütern wird der werthaltige Anteil (Restwertfaktor) als Vermögen gutgeschrieben, sodass das Nettovermögen die Wertminderung statt des vollen Abflusses abbildet.

Nettovermögens-Effekt = Ausgabe − Restwert × Ausgabe
Sparpläne und geplante Käufe/Verkäufe

Ein Sparplan ist ein wiederkehrendes Kauf-Ereignis mit Menge und Betrag je Rate; ein einzelner geplanter Kauf oder Verkauf ist dasselbe Ereignis ohne Wiederholung. Ab morgen bewegt jedes Vorkommnis im Zeitraum Geld: Ein Kauf verlässt die Geldwerte — er zählt im Monatssaldo als Abfluss, genau wie eine Kreditrate — und landet zum gezahlten Betrag in der Vermögensklasse des Objekts. Ein Verkauf läuft umgekehrt. Die Umschichtung selbst bewegt das Nettovermögen nicht: Die Linie unterstellt weder Gewinn noch Verlust darauf. Raten sind feste nominale Verpflichtungen und werden nie mit der Inflation hochgerechnet. Vorkommnisse bis heute stecken bereits im Wert des Objekts und zählen nicht doppelt.

Monatssaldo = Einkommen − Ausgaben − Kreditrate − Sondertilgung − Sparraten & geplante Käufe + Verkaufserlöse Vermögensklasse(t) = Vermögensklasse(0) + Σ Käufe(≤ t) − Σ Verkäufe(≤ t) Δ Nettovermögen durch eine Umschichtung = 0
Wertentwicklung der Vermögensklassen

Jede Klasse startet mit 0 % pro Jahr — kein Gewinn, kein Verlust. Immobilien und Sammlerstücke folgen zusätzlich dem Preisniveau (Inflation). Gibst du unter „Umfang konfigurieren“ für eine Klasse einen Satz an, verzinsen sich der heutige Bestand und jede umgeschichtete Tranche damit ab dem Monat, in dem sie gehalten werden. Zum Vergleich leitet die Grafik her, was deine eigenen Objekte bisher getan haben: Kaufpreis gegenüber jüngster Bewertung, annualisiert und wertgewichtet, über mindestens sechs Monate. Dieser Wert ist nur Anzeige und wird nie von allein angewendet — die Vergangenheit weniger Objekte ist keine Prognose.

Wert(t) = Wert(0) × (1 + g)^(t/12) · indexierte Klassen zusätzlich × Preisniveau(t) historisches g = (jüngste Bewertung ÷ Kaufpreis)^(12/Monate) − 1, wertgewichtet je Klasse (nur Anzeige)
Annahmen und Grenzen

Objektwerte werden konstant gehalten — keine Wertsteigerung oder Abnutzung, keine Steuern, keine Kapitalerträge — solange du für eine Klasse nicht bewusst einen Satz setzt. Kursschwankungen von Wertpapieren und Krypto werden nicht abgebildet; ein Sparplan wird zum gezahlten Betrag geführt. Noch nicht in der Fortschreibung: offene Buchungen im Buchungs-Posteingang, die Restschuld von Ratenkrediten (nur deren Raten zählen) und die laufenden Kosten des Besitzens (Reparaturen, Wartung, Kraftstoff). Defizite gelten als aus den Geldwerten finanzierbar; die Fortschreibung warnt nicht, wenn diese aufgebraucht wären. Sie beschreibt, sie berät nicht.

Wo jeder Objekttyp landet

Jeder OWNAMIC-Objekttyp und wie die Fortschreibung ihn liest — abgeleitet aus denselben Regeln, mit denen gerechnet wird, damit diese Tabelle den Zahlen nie widersprechen kann.

Objekttyp Vermögen Zahlungsstrom
Flexibel Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Haushaltsgerät Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Kunstobjekt Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Sammlerstücke Vergangene Käufe: variable Kosten (Sammlerstücke) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Kleidung Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Sammlerstück Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Sammlerstücke Vergangene Käufe: variable Kosten (Sammlerstücke) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Sammlung Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Komponente Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Konsumgut Gegenstände Kein Vermögenswert (verbraucht) Vergangene Käufe: variable Kosten (Verbrauchsgüter) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Kosmetik Gegenstände Kein Vermögenswert (verbraucht) Vergangene Käufe: variable Kosten (Verbrauchsgüter) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Dekoration Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Elektrogerät Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Möbel Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Schmuck Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Sammlerstücke Vergangene Käufe: variable Kosten (Sammlerstücke) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Literatur Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Sammlerstücke Vergangene Käufe: variable Kosten (Sammlerstücke) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Material Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Verbrauchsgüter) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Musikinstrument Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Sammlerstücke Vergangene Käufe: variable Kosten (Sammlerstücke) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Haustier Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Pflanze Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Immobilie Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Immobilie Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Sportausrüstung Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Werkzeug Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Spielware Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Vergangene Käufe: variable Kosten (Haushalt & Elektronik) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Unbekannt Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Hausrat Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Fahrzeug Gegenstände Zählt mit seinem Wert: Fahrzeuge Vergangene Käufe: variable Kosten (Fahrzeuge) · geplante Käufe mit Menge: Umschichtung
Digitaler Vermögenswert Finanzwerte Zählt mit seinem Wert: Digitale Werte Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Finanzanlage Finanzwerte Zählt mit seinem Wert: Finanzanlagen Geplante Käufe/Verkäufe (Ereignisse mit Menge): Umschichtung zwischen Geld und dieser Klasse
Geld- & Vermögenswerte Finanzwerte Kontostand wie erfasst: Geld- & Vermögenswerte Quelle für Defizite und Sparraten; Überschüsse sammeln sich hier
Hypothek Finanzwerte Restschuld (abgezogen) Kreditrate aus dem Tilgungsplan, plus Sondertilgungen
Rückzahlung Finanzwerte Rate als Fixkostenwarning Lücke: die dahinterstehende Restschuld wird noch nicht abgebildet
Geschenk Einkommen Einnahme oder Ausgabe, je nach Kostenart
Gehalt Einkommen Einnahme (laufend oder einmalig)
Versicherung Ausgaben für Dienstleistungen Fixkosten (Einnahme, wenn die Kostenart es sagt)
Strom- oder Wärmeversorgung Ausgaben für Dienstleistungen Fixkosten (Einnahme, wenn die Kostenart es sagt)
Miete Ausgaben für Dienstleistungen Fixkosten (Einnahme, wenn die Kostenart es sagt)
Dienstleistung Ausgaben für Dienstleistungen Laufend: Fixkosten · einmalig in der Vergangenheit: variable Kosten (Dienstleistungen (Service, Unterkunft, Reise))
Abonnement Ausgaben für Dienstleistungen Fixkosten (Einnahme, wenn die Kostenart es sagt)
Steuer Ausgaben für Dienstleistungen Fixkosten (Einnahme, wenn die Kostenart es sagt)
Unterkunft Reisekosten Laufend: Fixkosten · einmalig in der Vergangenheit: variable Kosten (Dienstleistungen (Service, Unterkunft, Reise))
Transport Reisekosten Laufend: Fixkosten · einmalig in der Vergangenheit: variable Kosten (Dienstleistungen (Service, Unterkunft, Reise))

Der Beispielhaushalt: 5.300 € Gehalt, 2.600 € Lebenshaltung, eine Eigentumswohnung für 320.000 €, ein Baudarlehen über 120.000 € zu 3,0 % mit 2.200 € Rate, dazu Konten, Depot, Krypto-Wallet, Auto, Hausrat und eine Sammlung. Beschreibung, keine Beratung.

Das Gesamtbild ist Teil von OWNAMIC — wie die Sachwerte hineinkommen, zeigt Vermögen im Blick.

Warum überhaupt so ein Modul? Die Deutsche Bundesbank erhebt alle drei Jahre, wie es um die Vermögen der privaten Haushalte steht. Die Zahlen aus der jüngsten Befragung (Erhebung 2023, veröffentlicht April 2025) sind ernüchternd und lehrreich zugleich: Das durchschnittliche Nettovermögen lag bei rund 324.800 Euro, der Median bei nur 103.200 Euro. Über 60 Prozent des gesamten privaten Nettovermögens steckt in Immobilien. Und obwohl die Vermögen nominal gestiegen sind, gingen sie inflationsbereinigt zwischen 2021 und 2023 zurück.¹

Drei Dinge folgen daraus. Vermögen liegt bei den meisten Haushalten in Dingen, nicht auf Konten. Was zählt, ist die Differenz aus Besitz und Schulden, nicht die Summe des Besitzes. Und eine Zahl, die nicht um die Inflation bereinigt ist, sagt über die Zukunft wenig aus. Genau deshalb gibt es in OWNAMIC das Gesamtbild.

Was eine Fortschreibung überhaupt braucht

Im Kern ist es eine einfache Rechnung, die jeden Monat wiederholt wird:

Nettovermögen im nächsten Monat = Nettovermögen heute + Überschuss des Monats + Tilgung des Monats ± Wertveränderung der Bestände

Der Teufel steckt in den Eingangsgrößen. Auf der einen Seite die Bestände: Konten, Depot und Bargeld, dazu Immobilie, Fahrzeuge, Hausrat und Sammlungen, die bei den meisten Haushalten den Großteil ausmachen und gleichzeitig am schwersten zu beziffern sind, und die Verbindlichkeiten mit Restschuld, Sollzins, Rate und Laufzeitende. Auf der anderen Seite die Flüsse: Einkommen, Fixkosten, variable Kosten und Sparpläne. Und dazwischen die Annahmen, die niemand kennt: Inflation, Einkommenswachstum, Wertentwicklung je Vermögensklasse, Zinsen nach der Zinsbindung. Wer eine dieser Größen weglässt, bekommt bei den meisten Rechnern trotzdem eine Kurve. Sie ist nur falsch, und meistens zu optimistisch.

Das Gesamtbild in OWNAMIC

Du findest es auf der Seite Meine Besitztümer unter dem Reiter Gesamtbild, gleich neben dem Reiter Geld, wenn du als Anlass Finanzen planen oder Das ganze Bild gewählt hast. Ein separates Eingabeformular für Einkommen und Ausgaben gibt es nicht. Das Gesamtbild liest alles aus dem, was du ohnehin in OWNAMIC dokumentiert hast: Gehalt und laufende Kosten als Services, das Darlehen als Hypothek, Käufe als Objekte, Sparpläne als wiederkehrende Kauf-Ereignisse. Was du im Gesamtbild selbst einstellst, sind nur die Annahmen.

Zuerst die Datengrundlage. Unter Details → Datengrundlage steht der Satz, der das Prinzip des ganzen Moduls beschreibt:

Worauf die Fortschreibung tatsächlich beruht. Jede nicht erfasste Art von Eingaben wird als Null gerechnet und macht die Kurve zu optimistisch.

Siehe auch: Digitale Inventarverwaltung – Ordnung, die im Ernstfall trägt und Hausratversicherung ohne Belege: was sie wirklich zahlt – wie die Objekte entstehen, auf denen diese Datengrundlage beruht.

Für den Haushalt oben sieht das so aus:

Eingabe Beispielhaushalt Abdeckung
Einnahmen 5.300 € / Monat ✓ gesamter Zeitraum
Fixkosten 2.600 € / Monat ✓ gesamter Zeitraum
Variable Kosten 619 € / Monat ✓ aus 30 Käufen
Vermögen 417.000 €
Schulden 2.200 € / Monat ✓ bis Jahr 5
Sparpläne 200 € / Monat ✓ gesamter Zeitraum

Zwei Zeilen lohnen einen zweiten Blick. Fixkosten sind hier nur die 2.600 € Lebenshaltung; die Kreditrate steht bewusst in der eigenen Zeile Schulden, weil sie zum größeren Teil keine Kosten ist, sondern Tilgung. Und bis Jahr 5 bei den Schulden ist keine Lücke, sondern eine Aussage: Ab dann ist das Darlehen getilgt und die 2.200 € stehen dem Haushalt wieder zur Verfügung. Ein Warndreieck an einer Zeile wäre kein Fehler, sondern eine ehrliche Kennzeichnung: Entweder deckt die Eingabe nicht den ganzen Zeitraum ab, oder ein Durchschnitt beruht auf weniger als drei Käufen. Fehlen Einnahmen oder Fixkosten ganz, hält das Gesamtbild seine Zahlen zurück, und die Grafik bleibt grau, bis beides erfasst ist.

Dann die Annahmen. Am Kopf der Ansicht wählst du den Fortschreibungszeitraum, 10, 20 oder 30 Jahre, darunter liegen zwei Regler. Die Inflation steht in der Voreinstellung auf 2,0 %, und die Kurve zeigt künftige Euro, also nominale Werte. Zur Einordnung: Die Inflationsrate in Deutschland lag im August 2026 vorläufig bei 2,9 %, die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel bei 2,4 %.² Ob du mit 1,8 %, 2 % oder 3 % rechnest, ist eine Annahme, und genau deshalb ein Regler und keine feste Zahl. Das Einkommenswachstum steht ebenfalls auf 2,0 %, und darunter zeigt OWNAMIC die Größe, die eigentlich zählt: das reale Einkommenswachstum, in der Voreinstellung also 0,0 %. Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Nominallöhne in Deutschland um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr, die Verbraucherpreise um 2,5 %, die Reallöhne also um 1,5 %.³ Das ist ein gutes Jahr. Wer mit 0,0 % real rechnet, rechnet vorsichtig.

Daneben steht optional ein Vermögensziel. Es ist das einzige Feld an dieser Stelle, das die Rechnung nicht anfasst: Die Kurve bewegt sich dadurch um keinen Euro. Es wird nur als waagerechte gestrichelte Linie gezeichnet, und wo die Kurve sie schneidet, sitzt ein Sternchen, von dem eine Senkrechte auf die Zeitachse führt.

Die variablen Kosten kommen aus deiner Kaufhistorie statt aus dem Bauch. Die meisten Menschen wissen ihre Miete auf den Euro genau, schätzen ihre variablen Ausgaben aber systematisch zu niedrig. OWNAMIC leitet sie aus deinen Käufen und vergangenen Einmalausgaben ab, je Kategorie mit einstellbarem Zeitfenster und Mittelwert. Für Fahrzeuge sind 84 Monate voreingestellt, weil ein Auto in Deutschland im Schnitt etwa sieben Jahre in privater Hand bleibt; für Verbrauchsgüter reichen 6 Monate. Im Beispiel ergibt das ≈ 191 € für Verbrauchsgüter, ≈ 291 € für Fahrzeuge und ≈ 137 € für Haushalt & Elektronik, zusammen die 619 € aus der Datengrundlage. Jeden Wert kannst du überschreiben; dann ist er deine Aussage, nicht die des Algorithmus. Bei langlebigen Gütern schreibt OWNAMIC außerdem einen werthaltigen Anteil als Vermögen gut: Fahrzeuge 50 %, Sammlerstücke 90 %, Haushalt & Elektronik 25 %. Ein Auto behält Wiederverkaufswert, Lebensmittel nicht. Die laufenden Kosten des Besitzens, also Reparaturen, Wartung, Kraftstoff, sind noch nicht enthalten, und das Gesamtbild sagt das an dieser Stelle auch.

Die Wertentwicklung je Vermögensklasse ist der Ort, an dem die meisten Finanzrechner die Zahlen schönen. OWNAMIC macht das Gegenteil:

Die Fortschreibung unterstellt keiner Klasse Gewinn oder Verlust: 0 % pro Jahr (Immobilien und Sammlerstücke folgen zusätzlich dem Preisniveau).

Null heißt null. Kein Depot wächst automatisch mit 7 %, kein Auto verliert automatisch 15 %. Wenn du eine Wertsteigerung unterstellen willst, wählst du Eigener Wert und tippst einen Jahressatz zwischen −50 % und +50 % ein, und machst damit eine Annahme, die du selbst verantwortest. Immobilien und Sammlerstücke folgen dem Preisniveau. Das ist keine Annahme über eine Wertsteigerung, sondern die Konsequenz der Inflationseinstellung: Wenn alle Preise um 2,0 % steigen, steigt auch der nominale Wert eines Sachwerts, ohne dass er real mehr wert wäre. Geldwerte, Finanzanlagen, digitale Werte, Fahrzeuge und Hausrat bleiben dagegen nominal flach. Erspartes verliert dadurch still an Kaufkraft, während eine feste Schuld leichter wird.

Siehe auch: Wertverfall ohne Papiere – warum Nachweise über den Preis entscheiden.

Was deine eigenen Objekte an Entwicklung zeigen, steht in der Spalte Aus deiner Historie (nur Anzeige) daneben. Im Beispiel sind das rund +4,5 %/Jahr bei den Finanzanlagen, weil das Depot vor fünf Jahren mit 9.000 € eröffnet wurde und heute mit 11.200 € bewertet ist. Diese Zahl fließt nicht automatisch ein. Fünf gute Jahre sind kein Beweis dafür, dass die nächsten zehn genauso laufen.

Das Darlehen ist für die meisten Haushalte der größte Einzelposten. Du trägst an der Hypothek Darlehenssumme, Sollzins, Rate sowie Start- und Enddatum ein, den Rest rechnet OWNAMIC: Im Beispiel sind von der ersten 2.200-€-Rate 300 € Zins und 1.900 € Tilgung, nach vier Jahren ist es fast nur noch Tilgung, und über die gesamte Laufzeit zahlt der Haushalt rund 9.000 € Zinsen auf die 120.000 €. Sondertilgungen legst du als Ereignis am Darlehen an. Der Beispielhaushalt ist der angenehme Fall: Das Darlehen ist innerhalb des Horizonts getilgt, und genau deshalb kippt die Kurve ab Jahr fünf sichtbar nach oben.

Der unangenehme Fall ist häufiger. Endet die Laufzeit, bevor das Darlehen getilgt ist, friert das Gesamtbild die Restschuld ab dem Enddatum ein und markiert das sichtbar als Anschlussfinanzierung offen – angenommen. Was nach der Zinsbindung passiert, weiß heute niemand: Wer 2016 zu 1,5 % finanziert hat, sieht heute Bauzinsen von rund 3,7 bis 4,2 % effektiv für zehn Jahre Zinsbindung.⁴ Du siehst so auf einen Blick, wann der Punkt kommt und wie hoch die Summe ist, für die du dann eine Lösung brauchst. Nützlich zu wissen: Nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB kann ein Darlehen mit gebundenem Sollzins zehn Jahre nach vollständigem Empfang mit sechs Monaten Frist gekündigt werden, ohne Vorfälligkeitsentschädigung, auch wenn die vereinbarte Zinsbindung länger läuft.⁵ Maßgeblich ist der Tag der vollständigen Auszahlung, der im Vertrag oder auf dem Kontoauszug steht.

Das Ergebnis lesen

Oben in der Ansicht liegt die Grafik mit zwei Linien: durchgezogen das Nettovermögen, gestrichelt die Restschuld. Darüber die eine Zahl, die alles zusammenfasst: Bei unveränderten Eingaben wüchse das Nettovermögen in 10 J. um: +363.801 €, von rund 297 Tsd. heute auf rund 661 Tsd. in zehn Jahren. Der blassgrüne Streifen um die Linie ist der Wertkorridor.

Unter Details stehen die Kacheln, die du wirklich lesen solltest. Nettovermögen heute: 297.000 €, also 417.000 € Vermögen abzüglich 120.000 € Restschuld. Diese Zahl steht in keiner Banking-App, weil keine Banking-App die Immobilie, die Sammlung und den Hausrat kennt. Der Korridor 10 J. mit dem Satz von – bis, keine Zusage und der wichtigsten Zeile der ganzen Ansicht: dem Endwert in heutiger Kaufkraft. Und Kumuliert 10 J., die Summe aller Jahresüberschüsse, mit der interessantesten Beobachtung des ganzen Artikels: Die ersten Jahre sind rot. 5.300 € Einnahmen gegen 2.600 € Lebenshaltung, 619 € variable Kosten, 2.200 € Rate und 200 € Sparrate ergeben ein kleines monatliches Minus, und der Haushalt zehrt von seinen 25.000 € auf Tagesgeld und Depot. Trotzdem steigt das Nettovermögen, weil der weitaus größte Teil der Rate keine Kosten ist, sondern Tilgung. Ab Jahr fünf, wenn das Darlehen weg ist, werden die Balken grün und deutlich.

Mit gesetztem Ziel kommt eine Kachel dazu, die nichts rechnet, sondern zurückliest, wie lange es dauern könnte. Bewusst als Spanne von Jahren, nicht als Datum: Der optimistische Rand des Korridors liefert die frühe Zahl, der untere die späte. Trag beim Beispielhaushalt 500.000 € ein und du bekommst so eine Spanne. Trag eine Million ein und du liest, dass das Ziel in zehn Jahren nicht erreichbar scheint, auch nicht am oberen Rand. Beides ist eine brauchbare Antwort, und keine der beiden ist eine Zusage.

Wenn du es exakt wissen willst, klappst du ganz unten So wird diese Grafik berechnet – alle Formeln auf. Dort steht die Rechnung offen, bis hin zur Formel des Korridors: ein Band von rund 80 % Wahrscheinlichkeit, in dem KI-geschätzte Werte mit ±25 % Unsicherheit und laufende Ausgaben mit ±15 % Schwankung pro Monat eingehen.

Wofür das Gesamtbild eigentlich da ist

Eine Kurve über zehn Jahre ist nett anzuschauen. Wirklich wertvoll wird sie in dem Moment, in dem du vor einer Entscheidung stehst, die sich nicht rückgängig machen lässt, und bei der die meisten Menschen auf ihr Bauchgefühl angewiesen sind, weil sie die Zahlen nicht beisammen haben.

Nachwuchs. Ein Kind verändert beide Seiten der Rechnung gleichzeitig: Das Einkommen sinkt für eine Weile, die variablen Kosten steigen dauerhaft. Im Gesamtbild spielst du das durch, bevor es passiert: dem Gehalt ein Enddatum geben, ein reduziertes Einkommen mit Start und Ende anlegen, die variablen Kosten in den betroffenen Kategorien anheben, den Sparplan pausieren, und dann schauen, ob die Balken im Überschuss-Diagramm grün bleiben. Beim Beispielhaushalt, der ohnehin knapp kalkuliert ist, wäre die Frage nicht das rote Jahr, sondern ob die 25.000 € auf dem Tagesgeld bis Jahr fünf reichen.

Frührente oder Teilzeit. „Kann ich mit 60 aufhören?" ist im Kern eine Frage nach dem Verhältnis von Beständen zu Flüssen. Zeitraum auf 20 oder 30 Jahre, das Gehalt mit Enddatum im gewünschten Jahr, danach eine Renteneinnahme auf dem reduzierten Niveau, und die Kurve zeigt, ob das Nettovermögen ab diesem Punkt weiter wächst, stagniert oder abgebaut wird. Hat ein Gehalt über 20 oder 30 Jahre kein Enddatum, weist das Gesamtbild sogar darauf hin, dass die meisten Menschen in dieser Zeit in Rente gehen. Probier es oben ruhig aus. Und es zeigt das Ergebnis in heutiger Kaufkraft, was bei 25 Jahren den Unterschied zwischen einer beruhigenden und einer irreführenden Zahl ausmacht.

Sabbatical oder Selbstständigkeit. Ein Jahr ohne Gehalt ist keine Katastrophe, wenn man weiß, aus welchem Topf es bezahlt wird. Ein Defizit wird aus den Geldwerten entnommen, und in der Ansicht Kategorien siehst du, wie weit Konten und Depot dabei abschmelzen. Warnen, wenn sie aufgebraucht wären, tut die Fortschreibung nicht; das liest du an der Kurve selbst ab. Wäre ein Verkauf aus der Sammlung nötig, legst du ihn als geplantes Verkaufs-Ereignis an. So siehst du, was das Jahr am Ende kostet: nicht nur den Verdienst, sondern auch die ausgefallene Tilgung und den ausgefallenen Sparplan.

Siehe auch: Warum das Aufschreiben von Fortschritt beim Erreichen von Zielen hilft – die Forschung hinter dem Vermögensziel.

In allen drei Fällen änderst du nicht das Modell, sondern deine Eingaben. Was du an den Reglern einstellst, speichert OWNAMIC automatisch als dein Szenario; Szenario laden holt diesen Stand zurück, wenn du nach dem Herumschieben wieder von der gespeicherten Ausgangslage aus schauen willst. Die Antwort ist dann keine Zahl mit Zusage, sondern ein Vergleich von Kurven unter Annahmen, die du selbst gesetzt hast. Der Unterschied zwischen einer Entscheidung aus dem Bauch und einer informierten Entscheidung ist selten, dass die zweite anders ausfällt. Er ist, dass du hinterher weißt, warum du sie so getroffen hast.

Was das Gesamtbild bewusst nicht ist

Das Gesamtbild ist kein Finanzplan, keine Anlageempfehlung und keine Prognose. Es ist eine deterministische Fortschreibung deiner eigenen Daten unter Annahmen, die du selbst setzt und die sichtbar bleiben. Die Kacheln sagen Bei unveränderten Eingaben ergäbe sich, nicht du wirst haben, und das Vermögensziel steht im Konjunktiv und als Spanne, weil ein Ziel kein Termin ist, den eine Software vergeben kann. Abgeleitete Kosten tragen das Wort abgeleitet, die eingefrorene Restschuld das Wort angenommen. Du weißt immer, welcher Teil der Kurve auf deiner Dokumentation beruht und welcher auf einer Setzung. Unter der Ansicht steht es noch einmal: Beschreibung, keine Beratung · Schätzwerte.

Und die Rechnung läuft im Code, nicht im Sprachmodell. OWNY, der KI-Assistent in OWNAMIC, ist an dieser Berechnung nicht beteiligt. Jede Zahl im Gesamtbild entsteht aus nachvollziehbaren Formeln über die hinterlegten Daten, und zweimal dieselben Eingaben ergeben zweimal dieselbe Kurve. Gespeichert werden dabei nur deine Annahmen – verschlüsselt –, nie das berechnete Ergebnis; die Kurve entsteht bei jedem Aufruf neu.

Was das Gesamtbild derzeit nicht abbildet, steht so auch in der Ansicht selbst: Kursschwankungen von Wertpapieren und Krypto, die Restschuld von Ratenkrediten (nur deren Raten zählen), die laufenden Kosten des Besitzens wie Reparaturen, Wartung und Kraftstoff, Steuern und Kapitalerträge sowie offene Buchungen im Buchungs-Posteingang. Und es warnt nicht, wenn die Geldwerte in einem Defizitjahr aufgebraucht wären. Es beschreibt, es berät nicht.

Welche Annahmen in die Kurve eingehen und woher die Zahlen stammen, steht unten unter Transparenz.

In welcher Reihenfolge du am besten vorgehst

Arbeite von den harten zu den weichen Zahlen. Zuerst das Darlehen, denn Darlehenssumme, Sollzins, Rate und Laufzeit stehen im Vertrag. Dann Einkommen und Fixkosten, ohne die das Gesamtbild seine Zahlen zurückhält. Dann die Sparpläne, damit die 200 € oder 500 €, die monatlich ins Depot gehen, nicht als Ausgabe zählen, sondern als Umschichtung. Dann die Vermögenswerte, vor allem die illiquiden: die Immobilie mit einer nachvollziehbaren Bewertung, die Sammlung mit dokumentierten Objekten, der Hausrat zumindest grob. Hier liegt bei den meisten Haushalten die größte Lücke und der größte Teil des Vermögens; im Beispiel oben sind es 320.000 € von 417.000 €, die auf keinem Konto liegen. Danach die variablen Kosten kontrollieren, und erst dann die Regler, ruhig einmal bewusst vorsichtig und einmal bewusst optimistisch. Zuletzt, wenn du magst, ein Ziel. Eine Ziellinie über einer Kurve, deren Vermögenswerte noch zur Hälfte fehlen, sagt nur, wie unvollständig die Daten sind. Über einer vollständigen sagt sie, wie weit du bist.

Ein Kompass, kein Navi

OWNAMIC nennt sich Dein Kompass für Wert und Ordnung, und das Gesamtbild ist der Teil davon, der am ehesten wie einer funktioniert. Ein Kompass sagt dir, wo Norden ist. Er sagt dir nicht, ob du dorthin willst, welchen Weg du nimmst oder wie lange du brauchst. Er kennt weder das Gelände noch das Wetter, und er hat keine Meinung.

Genau so ist das Gesamtbild gebaut. Es zeigt dir, in welche Richtung sich dein Vermögen bewegt, wenn alles bleibt, wie es ist, und in welche, wenn du eine Eingabe änderst. Ob du daraufhin die Tilgung erhöhst, das Sabbatical nimmst oder das Kinderzimmer einrichtest, entscheidet niemand für dich. Auch kein Algorithmus. Der Kompass zeigt in eine Richtung. Den Weg musst du selbst gehen. Aber du gehst ihn nicht mehr blind.

Transparenz

Die Zahlen in diesem Artikel stammen aus einem Beispielhaushalt in OWNAMIC und dienen der Illustration – es ist derselbe Haushalt, den die Grafik am Anfang rechnet, und dieselbe Rechnung, die auch der Startseite zugrunde liegt. Ich bin Gründer und Entwickler von OWNAMIC; dieser Artikel beschreibt das Produkt aus dieser Perspektive. Er ersetzt keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle im Gesamtbild gezeigten Werte sind Fortschreibungen unter Annahmen, keine Vorhersagen.

Quellen

  1. Deutsche Bundesbank: Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2023, Monatsbericht April 2025. Pressemitteilung: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/bundesbank-studie-vermoegen-in-deutschland-steigen-nominal-gehen-aber-real-zurueck-ungleichheit-bleibt-unveraendert-954622 · Aufsatz: https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-april-2025-954594?article=vermoegen-und-finanzen-privater-haushalte-in-deutschland-ergebnisse-der-vermoegensbefragung-2023--954598
  2. Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im August 2026 voraussichtlich +2,9 %, Pressemitteilung Nr. 311 vom 31.08.2026 (vorläufig; endgültige Ergebnisse am 10.09.2026). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_311_611.html
  3. Statistisches Bundesamt: Reallöhne im 2. Quartal 2026 um 1,5 % höher als im Vorjahresquartal, Pressemitteilung Nr. 308, August 2026. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_308_62321.html
  4. Marktübersichten zu Bauzinsen bei 10-jähriger Zinsbindung, Stand Anfang September 2026: Dr. Klein (https://www.drklein.de/aktuelle-bauzinsen.html), Vergleich.de (https://www.vergleich.de/aktuelle-bauzinsen.html), Baufi24 (https://www.baufi24.de/bauzinsen/). Spannen je nach Beleihungsauslauf und Bonität.
  5. § 489 BGB, Ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers. Erläuterung z. B. bei Capitalo (https://www.capitalo.de/baufinanzierung/anschlussfinanzierung) und Dr. Klein (https://www.drklein.de/sonderkuendigungsrecht-baufinanzierung.html).
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