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Was Finanz-Apps gut können – und wofür ich etwas anderes brauchte

Multibanking zeigt, was auf den Konten liegt. Was ich besitze und belegen kann, steht dort nicht – warum OWNAMIC vom Objekt her gedacht ist.

Veröffentlicht von Adrian Vogel · Lesedauer: ca. 5 Minuten

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Ich habe keinen Finanz-Hintergrund, und wahrscheinlich bin ich deshalb anders an dieses Thema herangegangen, als man es erwarten würde. Irgendwann habe ich gemerkt: Das Leben ist deutlich komplizierter, als immer nur auf einen Kontostand oder ein Depot zu schauen.

Eine Frau sitzt mit einem Kleinkind auf dem Schoß am Küchentisch und liest ein Dokument; daneben liegen Autoschlüssel und Smartphone, vor dem Fenster steht ein Auto
Ein Küchentisch, ein Autoschlüssel, ein Ordner mit Unterlagen – das meiste, was zu einem Haushalt gehört, steht in keiner Kontoübersicht. (Bild KI-generiert)

Beides ist wichtig, keine Frage. Aber das Bild, in dem ich mich tatsächlich bewege, besteht zu großen Teilen aus Dingen, die in keiner Kontoübersicht auftauchen. Aus dem Auto mit der Werkstattrechnung, dem Gerät, dessen Garantie irgendwann ausläuft, der Sammlung, die über zwanzig Jahre gewachsen ist, den Schulden und Zinsen dazu. Und um all das herum liegen Fristen, die niemand von allein im Kopf behält. Ich wollte einen Ort, an dem ich das alles erfassen und wiederfinden kann. Gesucht habe ich zuerst dort, wo man es vermutet: in Finanz-Apps.

Was diese Apps wirklich gut können

Das wird kein Verriss, im Gegenteil. Multibanking-Apps und Depot-Tracker lösen ein echtes Problem, und sie lösen es gut. Sie holen Kontostände aus verschiedenen Banken zusammen, kategorisieren Umsätze und zeigen, wie sich das Depot entwickelt. Wer wissen will, wie viel Geld gerade wo liegt und wohin es fließt, ist dort richtig.

Mein Fehler war nicht, dass ich schlechte Werkzeuge gefunden hätte. Mein Fehler war, dass ich in der falschen Kategorie gesucht habe. Diese Apps beantworten die Frage: Was liegt auf meinen Konten? Meine Frage war eine andere: Was besitze ich, und was kann ich davon belegen?

Der Teil, der im Konto nicht vorkommt

Vermögen besteht nicht nur aus Zahlen auf Konten. Es besteht aus Dingen: einer Wohnung, einem Auto, Werkzeug, Schmuck, Sammlungen. Das ist keine private Sichtweise. Die Deutsche Bundesbank trennt in ihrer Vermögensbefragung Sachvermögen und Finanzvermögen, und zum Sachvermögen zählen ausdrücklich auch Fahrzeuge, Schmuck und Sammlungen. Der größte Einzelposten im Vermögen privater Haushalte ist nicht das Konto, sondern die Immobilie (siehe Quellen).

Ein hoher Kontostand ist eine schöne Sache. Aber er dokumentiert von diesem Teil: nichts. Nicht, welche Münze aus welchem Nachlass stammt. Nicht, ob für die Waschmaschine noch Garantie läuft. Die Münzsammlung meines Großvaters hat keine IBAN. Sie verschwindet aus jedem Bild, das nur aus Konten gebaut ist.

Der Kauf war doch eine Abbuchung, könnte man einwenden. Da steht aber nur ein Betrag, ein Datum und ein Händlername. Nicht, was genau gekauft wurde, in welchem Zustand es heute ist, ob es noch existiert oder längst verschenkt wurde. Aus einer Transaktionszeile lässt sich das nur vermuten, und jede Vermutung ist eine Annahme, die sich als Tatsache verkleidet. Davor habe ich Respekt.

Was diese Fragen beantwortet, sind der Kaufbeleg und das Objekt dahinter. Ein Foto, eine Rechnung, eine Notiz, wann etwas hinzukam und woher. Unspektakulär, aber belastbar. Und es ist der Unterschied, den fehlende Papiere beim Wert eines Objekts ausmachen. Deshalb ist OWNAMIC vom Objekt her gedacht, nicht vom Kontoauszug.

Die Suche in die andere Richtung

Wenn Finanz-Apps beim Konto aufhören, dachte ich, dann suche ich eben auf der anderen Seite. Also habe ich mir Inventarisierungs-Apps angesehen. Sie beantworten meine erste Frage tatsächlich, und für reine Bestandslisten funktioniert das.

Nur war mir das Prinzip zu mühsam. In den Anwendungen, die ich getestet habe, beginnt jeder Gegenstand mit einem leeren Formular, Feld für Feld, von Hand. Bei zehn Dingen geht das. Bei einer über Jahre gewachsenen Sammlung habe ich nach dem dritten Abend aufgegeben. Und was dabei herauskam, war eine Liste, die für sich stand. Sie wusste nichts von der Rechnung zum Gerät, nichts von der Garantie, die in zwei Jahren abläuft, nichts vom Darlehen auf dem Auto.

Zwei Kategorien von Werkzeugen also, die jeweils eine Hälfte gut konnten, und keines, das beide Hälften miteinander sprechen ließ. Irgendwann habe ich aufgehört zu suchen und angefangen zu zeichnen: das Objekt und die Zahl, die daran hängt, auf einer Fläche. Daraus ist OWNAMIC geworden.

Ein Bild ergibt sich nur, wenn alles darin vorkommt

Die Einzelteile kennst du meistens ohnehin. Was fehlt, ist der Zusammenhang, und der entsteht nur, wenn alles im selben Bild vorkommt. Nicht, weil daraus eine Empfehlung entstünde; das ist ausdrücklich nicht die Aufgabe von OWNAMIC. Sondern weil ein Ausschnitt ein verzerrtes Bild ergibt, und ein verzerrtes Bild ist schlimmer als gar keins.

Deshalb heißt der Bereich bei uns Gesamtbild, und deshalb heißt die Betrachtung über die Zeit Fortschreibung und nicht Prognose. Es wird beschrieben, was ist, und dargestellt, wie es sich unter angenommenen Bedingungen weiterentwickeln würde. Was daraus folgt, entscheidest du. Wie das rechnet, steht im Beitrag Vermögensentwicklung mit Sachwerten fortschreiben.

Der Nutzen, den ich am meisten unterschätzt hatte

Ehrlich gesagt hatte ich den entscheidenden Punkt anfangs gar nicht auf dem Zettel. Eine Finanz-App fragst du einmal im Monat, wie es steht. Eine Dokumentation deines Besitzes fragst du dann, wenn es unangenehm wird. Wenn die Versicherung nach dem Wasserschaden eine Aufstellung will. Wenn der Händler den Kaufbeleg von vor drei Jahren sehen möchte. Wenn beim Umzug niemand mehr weiß, was in Kiste 14 war. Wenn nach einem Todesfall jemand vor einer Wohnung steht und nicht weiß, was Andenken ist und was Wert hat.

In diesen Momenten hilft kein Kontostand. Da hilft, dass Beleg, Foto und Information auffindbar sind. Das ist kein Finanz-Feature. Das ist Alltag.

Und dann war da noch die Sache mit der Kälte

Der letzte Grund ist der am wenigsten sachliche, und mir trotzdem der wichtigste. Finanz-Apps sind oft kalt. Balkendiagramme, Prozentwerte, rote und grüne Pfeile. Das passt zu Konten. Zu einer Münze, die dein Großvater dir in die Hand gedrückt hat, passt es überhaupt nicht.

Ich wollte einen schönen Ort für meine Dinge, an dem sie sichtbar bleiben, mit Bild, Herkunft und Geschichte. Und einen, an dem mir jemand beim Ordnen hilft. Das übernimmt OWNY, der Assistent in OWNAMIC: Er liest aus, was auf Fotos und Belegen steht, macht Ordnungsvorschläge und nimmt dir die stumpfe Tipparbeit ab. Wie weit das trägt, haben wir an 500 Büchern und Puzzles an einem Nachmittag gesehen. Entscheiden tust du.

Ordnen und bewahren, das war der Anspruch. Nicht bewerten. Nicht raten. Nicht beraten.

Ein besseres Finanzprodukt habe ich nicht bauen wollen, und ich habe auch keines gebaut. Dafür fehlt mir der Hintergrund, und ehrlich gesagt auch das Interesse. Ich habe ein Dokumentationsproblem gelöst, das ich als Sammler seit zwanzig Jahren kenne. Finanz-Apps waren nie das falsche Werkzeug. Sie waren nur für eine andere Frage gebaut. Meine Frage war: Was gehört mir, wo ist es, und was kann ich belegen? Auf die gibt es jetzt eine Antwort.

Quellen

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OWNAMIC als App

OWNAMIC auf den Home-Bildschirm legen

iPhone und iPad kennen keinen Installations-Dialog – Apple überlässt das dem Teilen-Menü von Safari. Drei Tipps genügen, und OWNAMIC öffnet sich wie jede andere App: im Vollbild, mit eigenem Symbol.

  1. Tippe in der unteren Leiste von Safari auf das Teilen-Symbol.
  2. Scrolle in der Liste nach unten und wähle „Zum Home-Bildschirm“.
  3. Bestätige mit „Hinzufügen“ – OWNAMIC liegt jetzt auf deinem Home-Bildschirm.

Nur Safari kann eine Web-App auf den iOS-Home-Bildschirm legen. Wenn du das gerade in einem anderen Browser liest, öffne ownamic.com zuerst in Safari.