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Finanzplanung mit OWNAMIC: das Gesamtbild als Kompass, das Haushaltsbuch als Steuer

Vermögen erfassen, das Gesamtbild mit Korridor, Inflation und Szenarien einrichten, Kassenbons fotografieren und jeden Monat Plan und Ist vergleichen.

Veröffentlicht von Adrian Vogel · Lesedauer: ca. 13 Minuten · Stand: Oktober 2026 · Rechtsraum: Deutschland

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Vorab: Diese Anleitung ist keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung. OWNAMIC beschreibt und rechnet nach. Es berät nicht. Das Gesamtbild rechnet deine eigenen Eingaben in die Zukunft weiter. Die Annahmen dafür setzt du selbst. Es sagt nicht, was kommen wird. Die Faustregeln hier sind verbreitete Richtwerte. Sie sind keine Vorgaben für deinen Haushalt.

In Kürze:

  • Am Ende hast du einen Plan für 10 bis 30 Jahre und ein Haushaltsbuch.
  • Du brauchst Kontenübersicht, Kreditverträge, Gehaltsabrechnung und eine Liste deiner Verträge.
  • Die Vorbereitung dauert 30 Minuten, der Abgleich danach 30 Minuten im Monat.
  • OWNAMIC berät nicht und ist nicht mit deiner Bank verbunden.

Was das Gesamtbild rechnet, steht im Beitrag Vermögensentwicklung fortschreiben: mehr als der Kontostand. Dort steht auch, warum es ohne Rendite rechnet, also ohne Zinsen oder Kursgewinne. Hier geht es um die Praxis. Du erfährst, was du in welcher Reihenfolge anklickst. So wird aus Konten, Kassenbons und Verträgen ein Plan, den du jeden Monat prüfen kannst. Das Video zeigt vorab, wie die Einrichtung in der App aussieht: OWNY fragt, das Gesamtbild entsteht, die erste Ausgabe landet im Haushaltsbuch. Dazu zwei Szenarien – eine neue Heizung und ein Jahr Elternzeit – und wie ihr den Haushalt zu zweit in einem Gemeinsamen Bereich führt.

Die Einrichtung in der App, Schritt für Schritt: OWNYs Fragen, der erste Entwurf des Gesamtbilds mit Kategorien, Annahmen und Vermögensziel, eine Ausgabe im Haushaltsbuch, zwei Was-wäre-wenn-Rechnungen – neue Heizung und Elternzeit – und der Haushalt zu zweit in einem Gemeinsamen Bereich.

Aufnahme der echten App mit einem erfundenen Haushalt. Alle Zahlen sind Beispielwerte – keine Vorhersage, keine Beratung.

Ein kleines dunkles Hausmodell steht auf Euro-Banknoten, darum liegen ausgedruckte Diagramme mit Kurven und einem Tortendiagramm
Der Kompass zeigt, wohin dein Vermögen steuert. Das Haushaltsbuch hält dich Monat für Monat auf Kurs.

Was du wissen solltest

Kompass und Steuer. Das Gesamtbild zeigt die Richtung. Es rechnet dein Nettovermögen 10, 20 oder 30 Jahre weiter. Nettovermögen heißt: alles, was du hast, minus alle Schulden. Die Rechnung gilt nur, wenn alles so weiterläuft wie erfasst. Das nennt man Fortschreibung oder Projektion. Das Haushaltsbuch ist die Steuer. Dort siehst du jeden Monat, wohin das Geld wirklich geflossen ist. Dann steuerst du mit kleinen Änderungen nach. Beides nutzt dieselben Daten. Jeder Bon, den du erfasst, macht also auch die Fortschreibung genauer.

So führt man klassisch ein Haushaltsbuch. Die Verbraucherzentrale beschreibt diese Schritte:

  1. Regelmäßige Einnahmen notieren.
  2. Feste Kosten ermitteln, also Kosten, die jeden Monat gleich anfallen.
  3. Beträge, die nur jährlich oder halbjährlich fällig sind, auf den Monat umrechnen.
  4. Daraus ausrechnen, wie viel Geld frei bleibt.
  5. Alle anderen Ausgaben aufschreiben, auch Kartenzahlungen und kleine Beträge.
  6. Einmal im Monat Bilanz ziehen.

Genau diese Reihenfolge findest du in den Schritten unten wieder.

Die 50/30/20-Regel. Bekannt gemacht haben sie Elizabeth Warren und Amelia Warren Tyagi. Das war in ihrem Buch „All Your Worth“ (2005). Du teilst dein Nettoeinkommen grob auf. Nettoeinkommen ist das, was nach Steuern und Abgaben auf dem Konto ankommt. 50 % gehen an feste Kosten und Notwendiges, 30 % an Wünsche, 20 % ans Sparen oder Tilgen. Tilgen heißt: Schulden zurückzahlen. Die Sparkasse weist auf eine Grenze hin. Bei hohen Wohnkosten oder wenig Einkommen ist die Regel schwer einzuhalten. Sie nennt Varianten wie 60/20/20 oder 70/20/10. Es ist eine Faustregel, keine Norm.

Der Notgroschen. So heißt eine Rücklage für Notfälle, etwa eine kaputte Waschmaschine oder Jobverlust. Verbreitet ist die Faustregel von drei bis sechs Netto-Monatsgehältern, zum Beispiel bei Finanztip. Die Verbraucherzentrale nennt zwei bis drei Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto. Ein Tagesgeldkonto ist ein Sparkonto, an das du jeden Tag herankommst. Wie viel für dich passt, hängt von Job, Familie und festen Kosten ab.

Die Sparquote in Deutschland. Die Sparquote ist der Anteil des Einkommens, den man spart. Laut Statistischem Bundesamt sparten private Haushalte 2025 rund zehn Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Das ist das Geld, das nach Steuern bleibt. Je nach Rechenstand liegen die Angaben zwischen 10,1 und 10,5 %.

Die Inflation. Inflation heißt: Die Preise steigen, und du bekommst für dasselbe Geld weniger. Was du für dein Geld bekommst, nennt man Kaufkraft. Im September 2026 lag die Inflation in Deutschland bei 3,3 %. Treiber war vor allem Energie (+14,9 %). Ohne Nahrungsmittel und Energie waren es 2,4 %. Das Gesamtbild rechnet in der Voreinstellung mit 2,0 %. Welcher Wert für die nächsten Jahre passt, weiß niemand. Deshalb ist es ein Regler.

Vorbereitung (30 Minuten)

Leg dir bereit:

  • einen Screenshot oder Ausdruck deiner Kontenübersicht aus dem Online-Banking, mit allen Kontoständen
  • deine Kreditverträge: Darlehenssumme, Sollzins (der Zinssatz, den du zahlst), Rate, Beginn und Ende der Zinsbindung (so lange bleibt der Zins fest)
  • die letzte Gehaltsabrechnung, und zwar den Nettobetrag
  • eine Liste deiner Verträge: Miete, Strom, Versicherungen, Abos, mit Betrag und Rhythmus
  • wenn du willst: einen Depot-Screenshot aus deiner Broker-App und die Umsätze der letzten vier Monate als CSV-Datei (eine Tabelle zum Herunterladen)

Schritt 1: Konten erfassen

  1. Tippe auf Plus und dann auf Bild/Video. Die Bilderkennung öffnet die Kamera.
  2. Fotografiere deine Kontenübersicht. Oder wähle den Screenshot über Galerie. Nimm die Übersicht, keine Umsatzliste. Aus einer Umsatzliste ergibt sich kein Kontostand.
  3. Tippe auf Erkennen · 1 Foto. Jedes erkannte Konto wird ein Objekt vom Typ Geld- & Vermögenswerte.
  4. Prüfe Namen und Beträge. Dann speichere.

Ohne Foto gehst du über Plus → Manuell → Finanzwerte. Unter Genauer gesagt wählst du Geld- & Vermögenswerte. Die Eingabe von Hand kostet kein KI-Guthaben.

Später aktualisierst du einen Stand direkt am Konto mit Kontostand erfassen. Der Kontostandsverlauf zeigt dir dann jeden erfassten Stand. Liegt dein Notgroschen auf einem eigenen Tagesgeldkonto? Dann leg es als eigenes Konto an. So siehst du ihn getrennt.

Schritt 2: Kredite hinterlegen

Für eine Baufinanzierung:

  1. Tippe auf Plus → Manuell → Finanzwerte → Hypothek.
  2. Gib einen Namen ein und tippe auf Weiter.
  3. Bei den Kosten wählst du Monatlich. Unter Betrag trägst du deine Rate ein.
  4. Unter Hypothekendetails folgen Gesamtdarlehen, Zinssatz (%), Hypothekenart und Enddatum. Als Art passt meist Annuität. Das heißt: Die Rate bleibt gleich, der Zinsanteil sinkt, der Tilgungsanteil steigt.
  5. Das Startdatum ergänzt du in den Details. OWNAMIC rechnet daraus den Tilgungsplan und die Restschuld. Die Restschuld ist das, was du noch zurückzahlen musst.
  6. Dann kommt die Frage „Von welchem Konto werden diese Zahlungen abgebucht?“. Wähle dein Girokonto oder „Nicht abbuchen — den Vertrag nur festhalten“.

Gebucht wird dabei nichts. Jede Rate erscheint erst unter Offene Buchungen, wenn sie fällig wird.

Raten- und Autokredite erfasst du als Rückzahlung. Ehrlich gesagt: Deren Rate zählt im Gesamtbild, ihre Restschuld noch nicht. Dein Nettovermögen wirkt dadurch höher, als es ist. Zahlst du außer der Reihe Geld zurück, ist das eine Sondertilgung. Du legst sie am Darlehen an: Ereignis hinzufügen → Sondertilgung.

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Schritt 3: Sachwerte und Depot erfassen

Bei den meisten Haushalten liegt der größere Teil des Vermögens nicht auf Konten. Erfasse deine wichtigsten Sachwerte mit Plus. Das sind etwa die Wohnung oder das Haus, das Auto oder eine Sammlung. Möbel erfasst du per Fotoserie oder Videoaufnahme. Schätzt die KI einen Wert, rechnet OWNAMIC mit einer Unsicherheit von ±25 %. Diese Unsicherheit fließt in den Korridor ein. Ein Wert mit Kaufbeleg zählt als belegt.

Depot: Ein Depot ist das Konto für deine Wertpapiere. Lade einen Screenshot der Depotübersicht über Plus → Bild/Video hoch. Wertpapiere werden Finanzanlage, Krypto wird Digitaler Vermögenswert, Barren werden Material. In den Objektdetails tippst du auf Mit Live-Kurs verbinden. Dann bestätigst du mit Kurs verbinden. Der Wert ist dann Menge × Tagesschlusskurs, also der Preis am Ende des Handelstags.

Sparplan: So legst du einen monatlichen Kauf an.

  1. Öffne die Position.
  2. Geh zu Kauf & Verkauf und tippe auf Erfassen.
  3. Wähle Kauf. Trag Menge, Betrag und Datum ein.
  4. Unter Wiederholen wählst du Monatlich.
  5. Endet am lässt du leer, wenn der Sparplan kein Ende hat.

Das Gesamtbild sieht jede künftige Rate als Umschichtung. Geld verlässt das Konto und landet im Depot. Dein Nettovermögen bleibt dadurch gleich. Der Monatssaldo, also was im Monat übrig bleibt, sinkt um die Rate.

Geplante Käufe oder Verkäufe: Ein Eintrag mit Datum in der Zukunft steht als „geplant“ in der Liste. Er ändert den Bestand erst an seinem Datum. Das Gesamtbild rechnet ihn aber schon im richtigen Monat ein.

Schritt 4: Einnahmen und Fixkosten eintragen

Fixkosten sind feste Kosten, die regelmäßig anfallen. Ohne Einnahmen und Fixkosten hält das Gesamtbild seine Zahlen zurück. Es zeigt dann „Zahlen zurückgehalten — die Datengrundlage trägt keine Fortschreibung“. 20 und 30 Jahre bleiben gesperrt.

Gehalt:

  1. Tippe auf Plus → Manuell → Einkommen → Gehalt.
  2. Trag den Nettobetrag ein und wähle Monatlich.
  3. Bei „Auf welchem Konto gehen diese Zahlungen ein?“ wählst du dein Girokonto.

Planst du über 20 oder 30 Jahre? Dann gib dem Gehalt ein Enddatum. Leg die Rente als weitere Einnahme an. Sonst erinnert dich das Gesamtbild daran.

Fixkosten: Geh auf Manuelle Eingabe → Ausgaben für Dienstleistungen. Unter Genauer gesagt wählst du Miete, Versicherung, Abonnement, Strom- oder Wärmeversorgung, Steuer oder Dienstleistung. Eine Jahresprämie rechnest du nicht auf den Monat um. Du erfasst sie mit Jährlich. Als Startdatum nimmst du den Tag, an dem sie fällig ist. Im Haushaltsbuch erscheint sie dann im richtigen Monat. Plane für diesen Monat etwas Luft ein. Die Verbraucherzentrale beschreibt dafür eine Rücklage für Jahresbeträge.

Schneller per Import:

  1. Tippe auf Plus → Dokument.
  2. Wähle die CSV- oder PDF-Datei aus dem Online-Banking.
  3. Tippe auf Datei auslesen.

OWNY liest die Zeilen. Was sich wiederholt, wird ein monatlicher Eintrag. Du prüfst jeden Eintrag vor dem Speichern. Vergangene Umsätze buchst du dabei nicht vom Konto ab. Der aktuelle Stand kommt ja aus Schritt 1. Achte darauf, dass deine Kreditrate nicht noch einmal als Ausgabe auftaucht. Sie steht schon an der Hypothek.

Schritt 5: Das Gesamtbild einrichten

  1. Öffne in der Seitenleiste Übersicht.
  2. Bei „Wofür bist du heute hier?“ wählst du Finanzplanung oder Das ganze Bild.
  3. Tippe auf den Reiter Gesamtbild. So springst du zum Abschnitt.
  4. Details öffnet das Gesamtbild als eigene Seite.

Zeigt deine Übersicht schon die Startseite der Edition Finanzen? Dann findest du es dort unter Mehr → Gesamtbild.

  • Fortschreibungszeitraum: 10 Jahre, 20 Jahre oder 30 Jahre.
  • Der Korridor: Das ist der Streifen um die Linie. Er zeigt eine Spanne: Mit rund 80 % Wahrscheinlichkeit liegt das Ergebnis darin. Mit der Zeit wird er breiter. Der Grund: OWNAMIC nimmt an, dass deine Ausgaben um ±15 % pro Monat schwanken. Diese Schwankung summiert sich auf. Die Kachel nennt eine Spanne mit dem Zusatz „von – bis, keine Zusage“. Dazu steht der Endwert in heutiger Kaufkraft. Das heißt: so viel, wie das Geld heute wert wäre.
  • Annahmen & Vermögensziel: Klapp den Bereich auf. Inflation steht auf 2,0 % (0 bis 5 %). Einkommenswachstum (nominal) steht ebenfalls auf 2,0 % (0 bis 6 %). Nominal heißt: ohne die Inflation abzuziehen. Darunter steht das reale Einkommenswachstum, also nach Abzug der Inflation. Unter Vermögensziel trägst du eine Zahl ein. Sie ändert die Rechnung nicht. Sie erscheint als gestrichelte Linie. Die Kachel sagt in Worten, in wie vielen Jahren du das Ziel erreichen könntest. Das gilt nur bei gleichen Eingaben und wird als Spanne genannt.
  • Kategorien: Hier siehst du, woraus dein Vermögen besteht. Zum Beispiel siehst du, wie das Geld schrumpft, während das Depot wächst.
  • Details → Datengrundlage: Hier steht jede Art von Eingabe mit Wert und Abdeckung: Einnahmen, Fixkosten, Variable Kosten, Vermögen, Schulden, Sparpläne. Ein Warnsymbol an der Grafik öffnet die Hinweise dazu.
  • Umfang festlegen: Variable Kosten sind Ausgaben, die jeden Monat anders sind. OWNAMIC leitet sie aus deinen Käufen ab. Je Kategorie stellst du zweierlei ein. Beispiele für Kategorien sind Verbrauchsgüter oder Haushalt & Elektronik. Erstens das Zeitfenster (Monate). Zweitens, wie gerechnet wird: Mittel, Median oder Getrimmt. Der Median ist der mittlere Wert, wenn man alle Monate der Größe nach ordnet. Getrimmt heißt: Ausreißer werden weggelassen. Du kannst auch unter Dein Betrag / Monat einen eigenen Wert eintragen. Unter Wertentwicklung je Vermögensklasse steht überall Keine Annahme (0 %). Willst du einen Zinssatz oder eine Rendite annehmen? Dann wählst du Eigener Wert. Für diese Annahme bist du selbst verantwortlich.
  • Was steckt drin? listet jeden Geldfluss einzeln, auch Sparraten / Monat.

Liquide Mittel ist Geld, an das du schnell kommst, also Konten und Tagesgeld. Reicht es nicht bis zum Ende des Zeitraums, endet die Kurve mit „Liquide Mittel in Jahr N aufgebraucht“. Das Gesamtbild nimmt nicht von selbst an, dass du andere Werte verkaufst.

In der App öffnest du am Gesamtbild Hilfe & Erklärung. Dort läuft die Videoanleitung „Das Gesamtbild“ (1:52). Sie zeigt genau diese Elemente.

Schritt 6: Szenarien durchrechnen

Ein Szenario ist ein Was-wäre-wenn mit deinen echten Daten. Es ändert keines deiner Objekte.

  1. Über der Grafik siehst du die Leiste Status quo / Szenario. Tippe dort auf + (Neues Szenario).
  2. Im Reiter Vorlage wählst du einen Ausgangspunkt: Einkommen fällt weg, Elternzeit, Sabbatical, Frührente, Hauskauf mit Darlehen, Kredit / Darlehen, Sondertilgung, Sparplan oder Leeres Szenario.
  3. Unter Meine Objekte schaltest du aus, was nicht zählen soll, etwa den Sparplan.
  4. Unter Szenario-Objekte passt du Beträge und Zeiträume an.
  5. Tippe auf Speichern & übernehmen.

Solange das Szenario aktiv ist, nennt ein Banner seinen Namen. Der Status quo läuft als graue Linie mit. Status quo heißt: der Stand ohne Szenario. Die Kachel Gegenüber Status quo nach N J. zeigt den Unterschied. Zum Status quo bringt dich zurück. Du kannst bis zu zwanzig Szenarien speichern.

Den Notgroschen prüfen: Die Vorlage Einkommen fällt weg setzt ab dem nächsten Monat alle regelmäßigen Einnahmen auf null. Das Gesamtbild sagt dann: „Bis dahin reicht dein Erspartes ≈ N Monate.“ Diese Zahl kannst du mit der Faustregel von drei bis sechs Monaten vergleichen.

Schritt 7: Das Haushaltsbuch führen: Kassenbon scannen

Einen eigenen Bon-Modus gibt es nicht. Ein Kassenbon ist ein Foto wie jedes andere. Das genügt.

  1. Tippe auf Plus. Fotografiere den Bon (Foto aufnehmen) oder wähle ihn über Galerie.
  2. Tippe auf Erkennen · 1 Foto. Beim ersten Mal bestätigst du den Daten- und Urheberrechtshinweis.
  3. OWNY liest den Bon Zeile für Zeile. Jede Position wird ein Objekt vom Typ Konsumgut mit Preis, Menge und Kaufdatum.
  4. Vergleiche die Summe mit der Summe auf dem Bon. Mit N weitere anzeigen klappst du alle Positionen auf. Unter Auf deinen Fotos ist jede Zeile eingerahmt.
  5. Öffne eine Position zur Kontrolle. Abgekürzte Namen schreibt OWNY aus. Der gedruckte Text steht in der Beschreibung.
  6. Bei „Wovon soll der Kaufpreis abgebucht werden?“ wählst du das Konto, von dem du bezahlt hast. Darunter steht Kontostand danach.
  7. Tippe auf N Objekte speichern.

Sammle die Bons der Woche. Fotografiere sie am Wochenende als Fotoserie, bis zu fünf Fotos auf einmal. Rechnungen als PDF nimmst du über Datei importieren. Du zahlst je erkanntem Objekt. Ein Bon mit 28 Positionen sind also 28 Objekte. Was du verwirfst, kostet nichts.

Auf der Finanzen-Seite von OWNAMIC gibt es den kurzen Film „Kassenbon scannen und Haushaltsbuch führen“. Er zeigt genau diesen Ablauf, vom Foto bis zur Monatsbilanz.

Schritt 8: Einnahmen und Ausgaben lesen, Budgets setzen

Auf der Übersicht springst du mit dem Reiter Geld zu „Wohin dein Geld fließt.“. Details öffnet die Seite Einnahmen & Ausgaben. Auf der Startseite der Edition Finanzen führt auch die Karte Haushaltsbuch dorthin. Sie zeigt den aktuellen Monat.

  • Zeitraum: ein Monat oder Ganzes Jahr.
  • Monatsbilanz: Die große Zahl ist, was übrig bleibt. Dazu steht der Satz „bleiben — N % deiner Einnahmen sind Fixkosten.“ Dieser Anteil heißt Fixkostenquote. Der Ausgabenbalken ist in Fixkosten und Variabel geteilt. Die Fixkostenquote kannst du direkt mit den 50 % der 50/30/20-Regel vergleichen.
  • Kategorien: Die Ausgaben sind nach Objekttyp gruppiert, etwa Konsumgut, Miete oder Versicherung. Zeilen mit dem Marker Fix stammen nur aus laufenden Verträgen. Sie ändern sich nur, wenn du Verträge änderst. Ein Klick auf den Kategorienamen zeigt die Objekte dahinter.
  • Budgets: Ein Budget ist eine Obergrenze, die du dir selbst setzt. Am Ausgaben-Diagramm öffnest du Budgets. Je Objekttyp setzt du einen Budgetbetrag und den Budgetzeitraum (Monatlich oder Jährlich). Ab 80 % zeigt der Balken Nahe am Budget (≥80%), darüber Über dem Budget. Mit Ausblenden nimmst du einen Typ aus den Diagrammen.

Eine Sparquote rechnet OWNAMIC nicht aus. Du bekommst sie so: Nimm Sparraten / Monat aus Was steckt drin?. Teile den Betrag durch deine Einnahmen.

Offene Buchungen: Fällige Raten aus deinen Verträgen schlägt OWNAMIC vor. Du findest sie im Reiter Buchungen unter Offene Buchungen.. Du tippst auf Bestätigen, Alle bestätigen, Betrag oder Datum korrigieren oder Ablehnen. Ob wirklich abgebucht wurde, weiß nur deine Bank.

Schritt 9: Der monatliche Abgleich: Plan gegen Ist (30 Minuten)

Trag dir einen festen Termin im Monat in den Kalender ein. Dann gehst du diese Runde:

  1. Lücken schließen. Scanne die letzten Bons. Bestätige offene Buchungen.
  2. Kontostände abgleichen. Tippe je Konto auf Kontostand erfassen. Trag den Stand laut Bank ein. Weicht er stark von dem ab, was OWNAMIC erwartet hat? Dann fehlt meist eine Ausgabe oder eine Einnahme.
  3. Ist lesen. Wähle in Einnahmen & Ausgaben den vergangenen Monat. Welche Budgets sind über 80 %? Welche Kategorie kostet am meisten?
  4. Plan prüfen. Sieh dir im Gesamtbild unter Details → Datengrundlage die Variable Kosten an. Passt dein eigener Monatsbetrag unter Umfang festlegen noch zu den letzten Monaten? Wenn nicht, korrigiere ihn.
  5. Notieren. Schreib dir Nettovermögen heute, den Korridor und die Zielspanne auf. OWNAMIC speichert nur deine Annahmen, keine früheren Ergebnisse. Den Vergleich zum Vormonat machst du also selbst.
  6. Kurs korrigieren. Du hast drei Hebel. Du passt ein Budget an (Verhalten). Du änderst einen Vertrag (Fixkosten). Oder du änderst die Rate am Sparplan. Probier die Änderung zuerst als Szenario aus. Erst danach änderst du deine echten Objekte.

Einmal im Jahr prüfst du zusätzlich drei Punkte. Passt die Inflation noch zu den aktuellen Zahlen von Destatis? Stimmt das Gehalt? Wann endet die Zinsbindung?

Typische Fehler

  • Brutto statt netto. Das Gesamtbild rechnet mit dem, was auf dem Konto ankommt.
  • Doppelt gezählte Kreditrate. Sie steht an der Hypothek, nicht zusätzlich als Dienstleistung.
  • Jahresbeträge vergessen. Kfz-Versicherung, Rundfunkbeitrag, Jahresabos: Erfasst mit Jährlich, fehlen sie nicht.
  • Gehalt ohne Enddatum über 30 Jahre. Die Kurve zeigt dann ein Arbeitsleben ohne Rente.
  • Objekte ohne Betrag. Sie fehlen still in allen Summen.

Was OWNAMIC dabei nicht tut

  • OWNAMIC berät nicht. Es nennt keine Sparrate, kein Produkt und keine Aufteilung, die zu dir passt.
  • Keine Kontoanbindung. Nichts kommt automatisch von der Bank. Du bestätigst jede Buchung.
  • Keine Vorhersage. Das Gesamtbild rechnet deine Eingaben weiter. Kursschwankungen, Steuern und Renditen rechnet es nicht ein. Das ändert sich nur, wenn du einen eigenen Wert setzt. Die Restschuld von Ratenkrediten fehlt noch.
  • Kein Verlauf der Fortschreibung. Frühere Kurven werden nicht gespeichert.
  • Keine 50/30/20-Töpfe. Budgets gelten je Objekttyp. Sie warnen nur mit Farbe. Sie blockieren nichts und schicken keine Benachrichtigung.
  • Keine Wochen- oder Quartalsansicht. Und keine Umrechnung zwischen Währungen.

Checkliste zum Mitnehmen

  • Kontenübersicht fotografiert, jedes Konto als Geld- & Vermögenswerte gespeichert
  • Baufinanzierung als Hypothek mit Zins, Rate, Start- und Enddatum, Ratenkredite als Rückzahlung
  • Sachwerte und Depot erfasst, Wertpapiere mit Live-Kurs verbunden
  • Sparplan unter Kauf & Verkauf mit Wiederholen: Monatlich angelegt
  • Nettogehalt und alle Fixkosten mit dem richtigen Rhythmus erfasst
  • Gesamtbild: Zeitraum, Inflation, Einkommenswachstum und Vermögensziel gesetzt
  • Datengrundlage geprüft, variable Kosten unter Umfang festlegen kontrolliert
  • Szenario „Einkommen fällt weg“ angesehen und mit dem Notgroschen verglichen
  • Budgets für die wichtigsten Kategorien gesetzt
  • Jede Woche Bons gescannt, monatlicher Abgleich im Kalender

Weiterlesen: Vermögen im Blick · Vermögensentwicklung fortschreiben · Warum Aufschreiben Ziele näher bringt · Was Finanz-Apps gut können

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Quellen

Statistische Werte werden laufend korrigiert. Faustregeln unterscheiden sich je nach Quelle. Maßgeblich ist deine eigene Situation.

Häufige Fragen

Brauche ich für das Gesamtbild eine Kontoanbindung?

Nein. OWNAMIC ist nicht mit deiner Bank verbunden. Kontostände kommen aus einem Foto deiner Kontenübersicht oder aus deiner Eingabe. Einnahmen und Ausgaben kommen aus Verträgen, Käufen und Kassenbons. Laufende Raten schlägt OWNAMIC unter „Offene Buchungen“ vor. Du bestätigst sie.

Warum zeigt das Gesamtbild keine Beträge an?

Es braucht mindestens Einnahmen und feste Kosten. Fehlt eins davon, hält es die Zahlen zurück. Die Zeiträume 20 und 30 Jahre sind dann gesperrt. Sonst würde jede fehlende Eingabe als Null zählen. Mit „Zahlen trotzdem anzeigen“ siehst du sie trotzdem. Der Hinweis bleibt.

Mit welcher Inflation soll ich rechnen?

Das entscheidest du. Voreingestellt sind 2,0 %. Der Regler reicht von 0 bis 5 %. Im September 2026 lag die Inflation laut Statistischem Bundesamt (Destatis) bei 3,3 %. Rechne einmal vorsichtig und einmal zuversichtlich. Dann vergleiche beide Kurven.

Kann OWNAMIC mir sagen, wie viel ich sparen sollte?

Nein. OWNAMIC berät nicht. Es zeigt dir, was im Monat übrig bleibt und welcher Teil deiner Einnahmen feste Kosten sind. Es zeigt auch, wie sich dein Vermögen weiterentwickeln würde, wenn alles gleich bleibt. Faustregeln wie 50/30/20 oder drei bis sechs Monatsgehälter Notgroschen kannst du so nachrechnen. Entscheiden musst du selbst.

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OWNAMIC als App

OWNAMIC auf den Home-Bildschirm legen

iPhone und iPad kennen keinen Installations-Dialog – Apple überlässt das dem Teilen-Menü von Safari. Drei Tipps genügen, und OWNAMIC öffnet sich wie jede andere App: im Vollbild, mit eigenem Symbol.

  1. Tippe in der unteren Leiste von Safari auf das Teilen-Symbol.
  2. Scrolle in der Liste nach unten und wähle „Zum Home-Bildschirm“.
  3. Bestätige mit „Hinzufügen“ – OWNAMIC liegt jetzt auf deinem Home-Bildschirm.

Nur Safari kann eine Web-App auf den iOS-Home-Bildschirm legen. Wenn du das gerade in einem anderen Browser liest, öffne ownamic.com zuerst in Safari.